Aktuell

16.03.10 - „Meeting Mittelstand“ bei „G&S - Die Balkonbauer“

"Erfolg durch Veränderung"
Ahlener Nachrichten: Sechs Prozent mehr sind schon ein Erfolg

„Meeting Mittelstand“ mit Vertretern des Bundesverbands bei „G&S – Die Balkonbauer“

Ahlen. „Wir haben hier über zwei Tage geputzt und gescheuert“, sagte Wolfgang Arns, Mitglied der Geschäftsleitung von „G&S – Die Balkonbauer“ zur Begrüßung der Mitglieder des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft (BVMW) aus dem Bereich Warendorf-Coesfeld zum „Meeting Mittelstand“.

Als Tagungsort diente die Produktionshalle des Unternehmens, als Rednerbühne stilecht ein Aluminiumbalkon. Das Mittelstandstreffen stand unter dem Motto „Erfolg durch Veränderung“. Robert Kleinschmidt vom BVMW hatte dazu drei Referenten gebeten, das Thema aus unterschiedlicher Sicht zu beleuchten.

Als Gastgeber zeichnete Friedrich Reckermann, Mitglied der Geschäftsleitung von „G&S“, die Entstehungs- und Erfolgsgeschichte seines Unternehmens unter den Gesichtspunkten Geschichte, Marktentwicklung und Zukunft nach.

Die 2001 aus den Unternehmen „G&S-Metallbau“ und „Die Balkonbauer“ fusionierte Firma sieht ihren Erfolg in der Entwicklung vom Fensterbauer zum Balkonbauer, der Entwicklung vom regionalen zum bundesweiten Anbieter sowie der Entwicklung vom Komplett- zum Nischenanbieter.

zurück zur Übersicht

Dabei seien die Aussichten glänzend: Durch die Energiesparverordnung sei ein so großer Sanierungsbedarf im Balkonbau gegeben, der bundesweit zur Zeit nicht gedeckt werden kann.

Bernd Brüning, Geschäftsführer der Firma „Brüning – Bad & Heizung“ in Münster, stellte die Mitarbeiterführung in den Fokus seiner Ausführungen. Er selbst ist „Arbeitgeber des Jahres“ beim Wettbewerb „Top Job 2006“.

Die Kreativität der Mitarbeiter herauszukitzeln, das war der rote Faden während seines Beitrags. Dazu gibt es verschiedene Mittel, deren Anwendung sich am Ende auszahlen. „Mitarbeiter, die nicht von ihrer Firma überzeugt sind, sind auch keine Leistungsträger“, stellte er fest. Mitarbeiterförderung sei deshalb sehr wichtig, aber auch das Streben, versteckte Wünsche und Fähigkeiten der Mitarbeiter zu entdecken. Dabei scheue er auch nicht davor zurück, Mitarbeiter in wichtige Entscheidungen einzubinden. Arbeit solle Spaß machen, was sich letztlich im Krankenstand eines Unternehmens ausdrücke.

Professor Dr. Franz-Josef Peitzmann von der Fachhochschule Gelsenkirchen referierte schließlich zu dem Thema „Innovation – wie geht das?“. Er stellte dar, dass Unternehmen unterschiedlich mit der Wirtschaftskrise umgehen. Dabei sei zu beobachten, dass gerade mittelständische Unternehmen ihr Innovationsverhalten ausbauten.

Die Fachhochschule könne mit Analysen helfen, das Innovationsverhalten zu optimieren. Nur sechs Prozent aller Innovationen werden ein kommerzieller Erfolg. „Man kommt nie auf 100 Prozent, aber aus sechs Prozent zwölf zu machen, ist schon ein Erfolg“, sprach er den Unternehmern Mut zu.