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08.06.07 - Maßgeschneiderte Wunschmöbel aus Holz
Havixbeck. Wenn Werner und Stefan Spiekermann über Holz diskutieren, dann merkt der Zuhörer, wie kreativ Vater und Sohn mit dem beliebten Werkstoff umgehen.
„Holz in allen Varianten führt zu einer Steigerung der Wohnqualität“, erzählt Werner Spiekermann. Seit über 20 Jahren führt er die Tischlerei am Ortsrand von Havixbeck in Walingen. Sein Vater gründete die Tischlerei, wobei Groß- und Urgroßvater schon mit Holz arbeiteten.
18 Mitarbeiter und drei Auszubildende arbeiten bei Spiekermann. Aufträge holt der Chef aus ganz Deutschland nach Havixbeck. Mit dem Schwerpunkt Innenausbau hat sich das Havixbecker Unternehmen einen guten Namen nicht nur im Münsterland gemacht. „Dabei“, und das betont Werner Spiekermann besonders, „ist uns der Privatkunde genau so wichtig wie gewerbliche Unternehmen.“ Die Mischung aus beidem mache es aus für den Betrieb.
Mit einem eigenen Innenarchitekten berät Werner Spiekermann die Kunden. „Heute muss alles aus einem Guss kommen. Beratung, Planung und Fertigung sind die drei Säulen“, freut sich der Chef über gute Mitarbeiter, die den Weg von der Zeichnung bis zum Einbau des Möbels begleiten. Alleine zwei Mitarbeiter sind in der Arbeitsvorbereitung tätig. Sie bereiten die Abläufe für die computergesteuerte Fertigung der Möbelstücke vor. Jede Form – ob rund oder mehreckig – kann realisiert werden.
Die stetige Dynamik im Betrieb ist nicht zu unterschätzen. „Die Anforderungen werden immer höher“, weiß auch Stefan Spiekermann. Der 23-Jährige hat in den letzten Jahren schon allerlei Wissen erworben. Nach der traditionellen Tischlerausbildung folgten die Ausbildungen zum Holztechniker, Tischlermeister und neuerlich zum Betriebswirt im Handwerk.
Großaufträge wie die Ausstattung der neuen Zimmer im Hotel Mövenpick in Münster bedeuten für die Firma Spiekermann eine logistische Meisterleistung. Aber auch vor einem Auftrag im Kaufhaus Lafayette in Paris scheuen sich die Spiekermänner nicht. „Obwohl das die Ausnahme war“, beteuert Spiekermann. Vielmehr möchte er auch den Privatkunden mit feinen Möbeln erfreuen. „Vom Wohnzimmer bis ins Bad – wir lösen alle Wohnwünsche bei den Menschen zu Hause.“
Werner Spiekermann hat ein weiteres Standbein von seinem Vater übernommen: das Beerdigungsinstitut. Der Tischler fertigte früher den Sarg für einen Verstorbenen. Heute wünschen die Menschen eine Rundum-Betreuung bei einem familiären Trauerfall. „Eine Tischlerei und die Bestattung eines Menschen gehörten schon ursprünglich zusammen. Und das bleibt bei uns auch in Zukunft so.“
Quelle: Westfälische Nachrichten, von Klaus de Carné
